Nachdem wir in Jakarta abgereist sind
waren wir zwei Tage in Bandung. Wir haben uns sehr darauf gefreut, denn wir
dachten „es kann nur besser werden“. Außerdem stand in Mones Reiseführer
Bandung sei eine sehr westliche Stadt und wird auch „Paris des Ostens“ genannt
(vielleicht das Paris des 18. Jahrhunderts!). Am Bahnhof angekommen wurden wir
mal wieder von „Taxifahrern“ belagert. Einer konnte dann unsere Gunst gewinnen,
denn er versprach uns, uns solange zu verschiedenen Homestays zu fahren bis wir
das Richtige finden. Ich denke er hat es bereut, denn wir sind zu ca. acht
Stück gefahren und keines war sauber genug, lag in unserer Preisklasse oder
hatte freie Zimmer. Das Guesthouse hat schließlich das Rennen gemacht. Wie sich
herausstellte die falsche Wahl!!! Aber ok, wir bekamen es sogar billiger, denn
wir hatten nur kaltes Wasser. Aber das waren wir ja mittlerweile gewohnt.
Den ersten Tag haben wir damit verbracht die
Stadt zu erkunden und uns Insektenspray für unser Zimmer zu kaufen. Abends
lernten wir zwei Backpacker aus München kennen die uns sagten, dass alle Züge
nach Yogyakarta für die nächsten vier Tage ausgebucht seien. PANIK!!! Denn
solange wollten wir auf keinen hier bleiben. Neben Moskitos und Ameisen, die
uns schon unsere ganze Reise begleiteten, hatten wir auch Gelegenheit, einen
Skorpion (ich bin sicher es war einer! ;)) vor unserem Zimmer und einen toten
Gecko in unserem Bad kennenzulernen.
Genug tierische Bekanntschaften um die
Stadt zu wechseln. Somit war die Entscheidung klar, wir buchten uns in den
Nachtbus ein den die Jungs organisiert hatten.
Für den zweiten Tag in Bandung hatten
wir bei unserem Fahrer vom Vortag eine Tour gebucht. Vulkan, heiße Quellen,
Teeplantagen und einen Wasserfall. Wir starteten um 8:30Uhr zum Vulkan. WOW
waren da viele Touristen und natürlich das alte Spiel „Excuse me Miss, can I
have a Picture with you?“ Am Anfang echt süß und witzig, nervte es spätestens
dann, wenn wir nicht mehr gefragt wurden und die Menschen uns in jeder
Lebenslage heimlich oder ganz offen fotografierten. Trotz allem war die
Aussicht atemberaubend und der Krater sehr eindrucksvoll, doch VIEL zu
überfüllt!!!
Unser Guide erzählte uns von einem
weiteren Krater, der sogar noch aktiv sei. Also wollten wir ihn sehen und
fragten unseren Guide danach. Der zeigte uns die Richtung und sagte, dass er
uns an einem Parkplatz „in der Nähe“ abholen wolle. Dass er nicht mitkommen
wollte war das erste Anzeichen, dass er kein guter Guide zu sein schien… Also
sind wir losgelaufen, gefühlte 5 km und 3.000 Stufen nach unten. Aber es hat
sich gelohnt! Der Krater war zwar klein, aber leer und mit rauchenden
Schwefelquellen.
Danach, wie sollte es anders sein haben
wir uns verlaufen und mussten ca. 1.000 Stufen wieder nach oben und mitten durch
den Dschungel. Im Nachhinein echt cool, aber währenddessen ANGST! Zum Glück
hatte unser Guide auf uns gewartet und wir sind danach zu den „heißen Quellen“
gefahren. Diese entpuppten sich als ein Spa Resort mit einem heißen Pool. Das
Wasser sollte direkt aus dem Vulkan kommen und hatte 42°C, trotzdem etwas
enttäuschend.
Die dritte Station war der Wasserfall.
Einer der atemberaubenden Erlebnisse meines Lebens… Auch wenn der Weg dorthin
mehr als anstrengend war!
Für die Teeplantage hatten wir dann
aufgrund unseres „Ausflugs“ in den Dschungel von Bandung keine Zeit mehr, aber
das war uns egal, wir waren einfach nur fertig und freuten uns auf unser kakerlakenverseuchtes
Zimmer. Doch viel Zeit zum ausruhen hatten wir nicht, nur eine Stunde später
fuhr unser Nachtbus nach Yogyakarta. Zu dieser Fahrt habe ich ja schon etwa geschrieben,
also nur noch eins: bei unserem nächsten Trip werden wir auf jedenfall
versuchen solche Fahrten zu vermeiden!!!
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