Dienstag, 9. Oktober 2012

Java/Bandung



Nachdem wir in Jakarta abgereist sind waren wir zwei Tage in Bandung. Wir haben uns sehr darauf gefreut, denn wir dachten „es kann nur besser werden“. Außerdem stand in Mones Reiseführer Bandung sei eine sehr westliche Stadt und wird auch „Paris des Ostens“ genannt (vielleicht das Paris des 18. Jahrhunderts!). Am Bahnhof angekommen wurden wir mal wieder von „Taxifahrern“ belagert. Einer konnte dann unsere Gunst gewinnen, denn er versprach uns, uns solange zu verschiedenen Homestays zu fahren bis wir das Richtige finden. Ich denke er hat es bereut, denn wir sind zu ca. acht Stück gefahren und keines war sauber genug, lag in unserer Preisklasse oder hatte freie Zimmer. Das Guesthouse hat schließlich das Rennen gemacht. Wie sich herausstellte die falsche Wahl!!! Aber ok, wir bekamen es sogar billiger, denn wir hatten nur kaltes Wasser. Aber das waren wir ja mittlerweile gewohnt.


Den ersten Tag haben wir damit verbracht die Stadt zu erkunden und uns Insektenspray für unser Zimmer zu kaufen. Abends lernten wir zwei Backpacker aus München kennen die uns sagten, dass alle Züge nach Yogyakarta für die nächsten vier Tage ausgebucht seien. PANIK!!! Denn solange wollten wir auf keinen hier bleiben. Neben Moskitos und Ameisen, die uns schon unsere ganze Reise begleiteten, hatten wir auch Gelegenheit, einen Skorpion (ich bin sicher es war einer! ;)) vor unserem Zimmer und einen toten Gecko in unserem Bad kennenzulernen. 



Genug tierische Bekanntschaften um die Stadt zu wechseln. Somit war die Entscheidung klar, wir buchten uns in den Nachtbus ein den die Jungs organisiert hatten.
Für den zweiten Tag in Bandung hatten wir bei unserem Fahrer vom Vortag eine Tour gebucht. Vulkan, heiße Quellen, Teeplantagen und einen Wasserfall. Wir starteten um 8:30Uhr zum Vulkan. WOW waren da viele Touristen und natürlich das alte Spiel „Excuse me Miss, can I have a Picture with you?“ Am Anfang echt süß und witzig, nervte es spätestens dann, wenn wir nicht mehr gefragt wurden und die Menschen uns in jeder Lebenslage heimlich oder ganz offen fotografierten. Trotz allem war die Aussicht atemberaubend und der Krater sehr eindrucksvoll, doch VIEL zu überfüllt!!! 


Unser Guide erzählte uns von einem weiteren Krater, der sogar noch aktiv sei. Also wollten wir ihn sehen und fragten unseren Guide danach. Der zeigte uns die Richtung und sagte, dass er uns an einem Parkplatz „in der Nähe“ abholen wolle. Dass er nicht mitkommen wollte war das erste Anzeichen, dass er kein guter Guide zu sein schien… Also sind wir losgelaufen, gefühlte 5 km und 3.000 Stufen nach unten. Aber es hat sich gelohnt! Der Krater war zwar klein, aber leer und mit rauchenden Schwefelquellen. 


Danach, wie sollte es anders sein haben wir uns verlaufen und mussten ca. 1.000 Stufen wieder nach oben und mitten durch den Dschungel. Im Nachhinein echt cool, aber währenddessen ANGST! Zum Glück hatte unser Guide auf uns gewartet und wir sind danach zu den „heißen Quellen“ gefahren. Diese entpuppten sich als ein Spa Resort mit einem heißen Pool. Das Wasser sollte direkt aus dem Vulkan kommen und hatte 42°C, trotzdem etwas enttäuschend.
Die dritte Station war der Wasserfall. Einer der atemberaubenden Erlebnisse meines Lebens… Auch wenn der Weg dorthin mehr als anstrengend war! 

Für die Teeplantage hatten wir dann aufgrund unseres „Ausflugs“ in den Dschungel von Bandung keine Zeit mehr, aber das war uns egal, wir waren einfach nur fertig und freuten uns auf unser kakerlakenverseuchtes Zimmer. Doch viel Zeit zum ausruhen hatten wir nicht, nur eine Stunde später fuhr unser Nachtbus nach Yogyakarta. Zu dieser Fahrt habe ich ja schon etwa geschrieben, also nur noch eins: bei unserem nächsten Trip werden wir auf jedenfall versuchen solche Fahrten zu vermeiden!!!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen