Freitag, 12. Oktober 2012

Bali/Ubud



Frisch relaxt wollten wir nun endlich ins Inselinnere nach Ubud. Nicht nur im Reiseführer haben wir viel von dieser „Künstlerstadt“ gelesen, auch haben uns einige Balinesen die wir kennengelernt haben gesagt, dass man da sehr günstig einkaufen kann. Also nichts wie hin ;)
In touristischen Gebieten wie Legian eines ist, kann man an jeder Ecke einen Shuttlebus zu verschiedenen Orten (auch außerhalb von Bali) buchen. Doch auch hier sollte man nicht beim erstbesten zugreifen, Preise vergleichen kann sich lohnen.
Die Fahrt nach Ubud war endlich mal stressfrei und relativ angenehm, also wenn man sich an den Verkehr und der Fahrweise auf Bali gewöhnt hat ;)
In Ubud angekommen wurden wir schon von Einheimischen erwartet und das Rennen um die Touristen hat begonnen. Jeder hat uns Unterkünfte angeboten und wollte uns sein Homestay schmackhaft machen. Das liegt wohl daran, dass es in Ubud nur so von Homestays wimmelt.



Wir haben uns schließlich für das Nyoman Murjana Homestay entschieden. Eine echt süße Unterkunft mit Familienanschluss. Sogar das Frühstück war mal etwas abwechslungsreicher ;) Leider war das Duschen mal wieder ein echtes Abenteuer. Das Wasser musste man vor dem duschen mit einem Gasofen erwärmen und der Wasserdruck war, gerade wenn mehrere geduscht haben eher ein Rinnsal als ein Strahl. Aber wir nahmen es mit Humor, es könnte viel schlimmer sein und das wurde es auch noch ;)





Für jeden, der nach Ubud reist sollte ein Besuch des Monkey Forrest auf dem Plan stehen. Der Eintrittspreis ist mit 20.000Rp echt ein Witz und man wird schon vor dem Eingang von den Affen begrüßt. Der Park ist ein Wald mitten in der Stadt und es wimmelt wirklich überall von der „Attraktion“. Die Tiere haben keine Berührungsängste und es kann schon mal passieren, dass sie auf einen drauf springen oder einem die Kette, die Kamera oder das Wasser klauen wollen. Dabei können sie auch sehr nachdrücklich agieren, was den Umgang nicht ganz ungefährlich macht. Dennoch war es ein absolut unvergessliches Erlebnis!!!






  



In Ubud gönnten wir uns auch einen Tag Sightseeing im Landesinneren. Wir buchten unseren Homestay-Owner für einen Tag und der fuhr uns zu diversen Sehenswürdigkeiten. Darunter war der Tempel Gunung Kawi, der Wassertempel Pura Tirtha Empul, der Mount Bratan und die berühmten Reisfelder Tegalalang.
 

Tirtha Empul



Reisterasse Tegalalang
Mount Bratan
Gunung Kawi










Auch wenn ich gegen die Haltung der Schleichkatzen bin die den berühmten Kopi Luwak Kaffee „herstellen“, brachte uns unser Guide in eine solche Farm. Diese war extra für Touris eingerichtet und so lebten die Katzen, die man uns dort zeigte in großen Käfigen und relativ artgerecht. Ging mal allerdings ein paar Schritte um die Ecke sah man die kleinen Käfige in denen die Katzen ihr trostloses Dasein fristeten und lediglich mit Kaffeebohnen gefüttert wurden :(.




Nicht nur wegen dieser Erfahrung war dieser sonst wunderschöne Tag etwas eingetrübt. Auch waren wir Zeugen einer (für uns) schockierenden Opfergabe. Auf dem Gelände eines Tempels entdeckte Simone eine Ente, die hilflos auf dem Boden lag. Als wir näher kamen bemerkte ich, dass sie an den Füßen zusammengebunden und völlig entkräftet war. Gegen den Protest  der Dame, die uns durch den Tempel führte und der Aussage „es sei doch „nur“ eine Opfergabe, die Ente MÜSSE sterben“, befreite ich sie von den Schnüren und die Ente wackelte langsam, aber (ich hoffe) glücklich davon. So schön das Land auch ist, so wenig verstehe ich diese grausamen Bräuche!!!

Nichts desto trotz waren wir glücklich über den Trip nach Ubud, die kleine Künstlerstadt hat einen absolut umwerfenden Charme. Und nicht zu vergessen ist der riesige Markt, wo man praktisch alles bekommen kann und wenn man das Feilschen beherrscht, auch unschlagbar billig! Nach mittlerweile einigen Wochen in Indonesien feilschten wir munter drauf los, auch wenn wir einige absolute Schnäppchen gemacht haben, sind wir hier und da trotzdem noch „übers Ohr gehauen“ worden. 
Mone bim Feilschen :)

Ich denke man muss hier geboren sein, damit einem das nicht mehr passiert ;). Trotzdem sind wir mit brechend vollen Rucksäcken nach vier Tagen weiter nach Lovina gereist.