Frisch relaxt wollten wir nun endlich
ins Inselinnere nach Ubud. Nicht nur im Reiseführer haben wir viel von dieser
„Künstlerstadt“ gelesen, auch haben uns einige Balinesen die wir kennengelernt
haben gesagt, dass man da sehr günstig einkaufen kann. Also nichts wie hin ;)
In touristischen Gebieten wie Legian
eines ist, kann man an jeder Ecke einen Shuttlebus zu verschiedenen Orten (auch
außerhalb von Bali) buchen. Doch auch hier sollte man nicht beim erstbesten
zugreifen, Preise vergleichen kann sich lohnen.
Die Fahrt nach Ubud war endlich mal
stressfrei und relativ angenehm, also wenn man sich an den Verkehr und der
Fahrweise auf Bali gewöhnt hat ;)
In Ubud angekommen wurden wir schon von
Einheimischen erwartet und das Rennen um die Touristen hat begonnen. Jeder hat
uns Unterkünfte angeboten und wollte uns sein Homestay schmackhaft machen. Das
liegt wohl daran, dass es in Ubud nur so von Homestays wimmelt.
Wir haben uns schließlich für das Nyoman
Murjana Homestay entschieden. Eine echt süße Unterkunft mit Familienanschluss.
Sogar das Frühstück war mal etwas abwechslungsreicher ;) Leider war das Duschen
mal wieder ein echtes Abenteuer. Das Wasser musste man vor dem duschen mit
einem Gasofen erwärmen und der Wasserdruck war, gerade wenn mehrere geduscht
haben eher ein Rinnsal als ein Strahl. Aber wir nahmen es mit Humor, es könnte
viel schlimmer sein und das wurde es auch noch ;)
Für jeden, der nach Ubud reist sollte
ein Besuch des Monkey Forrest auf dem Plan stehen. Der Eintrittspreis ist mit
20.000Rp echt ein Witz und man wird schon vor dem Eingang von den Affen
begrüßt. Der Park ist ein Wald mitten in der Stadt und es wimmelt wirklich
überall von der „Attraktion“. Die Tiere haben keine Berührungsängste und es
kann schon mal passieren, dass sie auf einen drauf springen oder einem die
Kette, die Kamera oder das Wasser klauen wollen. Dabei können sie auch sehr
nachdrücklich agieren, was den Umgang nicht ganz ungefährlich macht. Dennoch
war es ein absolut unvergessliches Erlebnis!!!
In Ubud gönnten wir uns auch einen Tag
Sightseeing im Landesinneren. Wir buchten unseren Homestay-Owner für einen Tag
und der fuhr uns zu diversen Sehenswürdigkeiten. Darunter war der Tempel Gunung
Kawi, der Wassertempel Pura Tirtha Empul, der Mount Bratan und die berühmten
Reisfelder Tegalalang.
| Reisterasse Tegalalang |
| Mount Bratan |
| Gunung Kawi |
Auch wenn ich gegen die Haltung der
Schleichkatzen bin die den berühmten Kopi Luwak Kaffee „herstellen“, brachte
uns unser Guide in eine solche Farm. Diese war extra für Touris eingerichtet und
so lebten die Katzen, die man uns dort zeigte in großen Käfigen und relativ
artgerecht. Ging mal allerdings ein paar Schritte um die Ecke sah man die
kleinen Käfige in denen die Katzen ihr trostloses Dasein fristeten und
lediglich mit Kaffeebohnen gefüttert wurden :(.
Nicht nur wegen dieser Erfahrung war
dieser sonst wunderschöne Tag etwas eingetrübt. Auch waren wir Zeugen einer
(für uns) schockierenden Opfergabe. Auf dem Gelände eines Tempels entdeckte
Simone eine Ente, die hilflos auf dem Boden lag. Als wir näher kamen bemerkte
ich, dass sie an den Füßen zusammengebunden und völlig entkräftet war. Gegen
den Protest der Dame, die uns durch den
Tempel führte und der Aussage „es sei doch „nur“ eine Opfergabe, die Ente MÜSSE
sterben“, befreite ich sie von den Schnüren und die Ente wackelte langsam, aber
(ich hoffe) glücklich davon. So schön das Land auch ist, so wenig verstehe ich
diese grausamen Bräuche!!!
Nichts desto trotz waren wir glücklich
über den Trip nach Ubud, die kleine Künstlerstadt hat einen absolut umwerfenden
Charme. Und nicht zu vergessen ist der riesige Markt, wo man praktisch alles
bekommen kann und wenn man das Feilschen beherrscht, auch unschlagbar billig!
Nach mittlerweile einigen Wochen in Indonesien feilschten wir munter drauf los,
auch wenn wir einige absolute Schnäppchen gemacht haben, sind wir hier und da
trotzdem noch „übers Ohr gehauen“ worden.
| Mone bim Feilschen :) |
Ich denke man muss hier geboren sein,
damit einem das nicht mehr passiert ;). Trotzdem sind wir mit brechend vollen
Rucksäcken nach vier Tagen weiter nach Lovina gereist.