Samstag, 18. Mai 2013

Bali/Kuta



Die letzten paar Tage haben wir uns schließlich in Kuta einquartiert. Nach all den Entbehrungen und der Abgeschiedenheit (besonders auf Gili Meno!!!) sehnten wir uns nach einer funktionierenden Infrastruktur, einer Süßwasserdusche, einem regelmäßigem Stromangebot, eben all dem, was man in einem Touristenzentrum erwarten kann ;)

Und was wir bekamen, war noch viel mehr… Nämlich den vollen Aufschwung der Infrastruktur in Form einer Baustelle, die direkt vor unserem Hostel ihre Zelte aufgeschlagen hatte. Als wir nachmittags das Zimmer buchten waren wir noch überrascht wie leise die Bauarbeiter doch sind. Leider haben wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht gewusst, dass in Kuta die Baustellen oft spät abends erst mit ihrer Arbeit begannen um die Touristen nicht zu stören. Zwar nachvollziehbar, da während der Arbeiten die Straße fast komplett gesperrt werden musste, aber für unseren Schlaf eher hinderlich, denn die Arbeiter arbeiteten tapfer bis morgens um sechs durch. Während die Müdigkeit in der ersten Nacht, dank unseres stundenlangen Trips von den Gilis zurück nach Bali, irgendwann stärker war als die Baustelle,  hatten wir in der nächsten Nacht weniger Glück. Wir suchten uns nach dieser Nacht kein neues Zimmer, denn wir dachten nicht im Traum daran, dass dieser Zustand von Dauer sein würde. Falsch gedacht!

In der nächsten Nacht war an Schlaf nicht zu denken…. Also was machen in Kuta wenn man nachts nicht schlafen kann? Ich glaube Kuta ist einer der besten Plätze der Welt um den „normalen“ Schlafrhythmus zu verändern ;). Hier gibt es unzählige Möglichkeiten die Nacht ausserhalb des Bettes zu verbringen! Mein ganz persönlicher „Geheimtipp“ ist die Surfers Bar. Mitten auf der Jalan Legian ist diese Bar meiner Meinung nach eine der besten in Kuta für Freunde von Livebands und einem eher rockigem Sound. Die Getränke sind hier erschwinglich und zur späteren Stunde tanzt man hier barfuß auf der Tanzfläche ;).

Hier lernt man garantiert schnell neue Leute kennen, besonders wenn man vorne an der Straße an den Tischen sitzt ;). Wenn ich diesen Sommer dorthin zurückkehre, ist diese Bar definitiv eine meiner ersten Stationen…!

Ganz in der Nähe vom Surfers, auf der Jalan Legian, ist die bekannte Gedenkstätte an die Anschläge von 2002. Beindruckend und bedrückend zugleich…

Bali Memorial


Abgesehen davon war Kuta eine angenehme und langsame Rückführung in das „normale“ Leben. Hier gab es nach Wochen endlich mal wieder eine richtige Einkaufsmöglichkeit, mit allem was man sich wünscht. Das ist sehr bescheiden wenn man nach einer gefühlten Ewigkeit das erste Mal wieder ein Kaufhaus betritt. Das größte für uns war die riesengroße Auswahl an Haarpflegeprodukten :)


Die Strände in Kuta sind zwar nicht zu vergleichen mit vielen anderen von Bali oder den Gilis, aber hier ist einer der besten Orte zum Surfen lernen (Body-Surfen inbegriffen ;)). Kuta und Umgebung ist geprägt vom Tourismus, die Straßen sind gesäumt von Verkäufern, deren liebste Kunden naive Urlauber sind und wo vom eigentlichen Bali nicht viel zu spüren ist. Dennoch oder vielleicht deswegen haben wir es hier lediglich die letzten Tage unseres Trips „genießen“ können… Wir haben die Zeit in Kuta und die Erlebnisse hier sehr genossen (besonders die Massagen usw. ;)), bedauern doch jeden, der nur dieses Gesicht von Bali kennenlernen "darf". Denn diese Insel mit ihren Bewohnern und ihrer Kultur, hat wesentlich mehr zu bieten als die obligatorischen Opfergestecke und Räucherstäbchen.

Straßenverkäufer

Strand von Kuta

Sunset...
Weitere Eindrücke von Kuta…

Jalan Poppies II

unser zweites (ruhiges) Hostel

Mie Goreng


 

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